Giftig Aronstab

(Arum maculatum)


Aronstab Der Aronstab ist in Mittel- und Südeuropa heimisch. Er wächst bevorzugt in lichten und nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern und wird bis zu 40 cm hoch.

Im zeitigen Frühjahr treibt die ausdauernde Wurzelknolle mehrere glänzende, pfeilförmige Blätter. Die Blätter sind leicht gefleckt und erinnern vom aussehen her ein wenig an Spinat. Doch wenn man an ihnen knabbert, selbst nur eine winzige Ecke, dann brennt es im Mund wie Feuer.

Das Brennen ist nicht wie die Schärfe von Chilis, sondern es fühlt sich verletzend an. Der Scharfstoff Aroin und die Oxalat-Raphide, winzige kristallartige Nadeln, sorgen für diesen Brenneffekt.

Im Mai treiben zwischen den Blattstengeln lange Knospen in Konusform aus.

Die Knospen entfalten sich zu einem weissgrünen Hochblatt, das einen braunen Kolben enthüllt. Am unteren Ende des Kolbens befinden sich die eigentlichen Blüten, sowohl männliche als auch weibliche Blüten.

Das Hochblatt steht nur für kurze Zeit aufgerichtet wie ein Segel. Bald beugt es sich nach vorn und klappt über den Kolben.

Die gesamte Blüte riecht für Menschen widerlich, für Insekten aber sehr verlockend, was auch der Zweck des Geruches ist, denn die Insekten werden für die Befruchtung gebraucht. Sie werden von dem Duft angelockt und dringen in den Kessel des Hochblatts ein, um die Blüten zu befruchten. Daher nennt man den Aufbau der Blüte auch Fliegenkesselfalle.

Aus den Blüten entwickeln sich im Spätsommer (August bis September) Beeren, die zunächst grün und später rot sind. Die Beeren schmecken leicht süsslich.

Alle Pflanzenteile des Aronstabes sind giftig!

Die Giftwirkung lässt beim Trocknen etwas nach.

Bekannte Verwandte des Aronstabes sind einerseits das tropische Knollengemüse Taro und andererseits die grösste Blume der Welt Titanenwurz.

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Giftwirkung

Die erste Giftwirkung spürt man schon gleich nach dem Verzehr von Aronstab-Bestandteilen direkt im Mund und Rachen, denn der Aronstab brennt sehr stark und wirkt wie ätzend.

Bei grösseren Mengen reagieren dann auch Speiseröhre, Magen und Darm mit Verätzungserscheinungen. Es kommt zu Speichelfluss, Erbrechen, Stimmverlust und Krämpfen.

Sobald die Wirkstoffe in die Blutbahn übergegangen sind, kommt es zunächst zu Erregungszuständen und später zu Lähmung. Auch Herzstörungen können auftreten.


Erste Hilfe

Als erste Hilfe-Massnahme kann man Aktivkohle versuchen. Auch Schleimsuppe kann hilfreich sein und das Brennen lindern.

Zur Behandlung der betroffenen Schleimhäute sollte unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden.


Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:Arum maculatum
Pflanzenfamilie: Aronstabgewächse = Araceae
Englischer Name:Cuckoo pint
Andere Namen:Chindlichrut, Dittichrut, Ekelblume, Eselsohr, Gefleckter Aronstab, Ronechrut, Trommelsschlägel, Zehrwurz
Ursprüngliche Heimat:
Verbreitung:
Lebensraum:
Boden:
Licht:
Lebensdauer:
Winterhart:
Grösse:
Wurzeln:
Stengel:
Blätterform:
Blättergrösse:
Blätterbeschreibung:
Blütenfarbe:
Blütengrösse:
Anzahl Blütenblätter:
Blütezeit:
Blütenbeschreibung:
Samen:
Vermehrungsweise:
Geruch:
Geschmack:
Besonderheiten:
Giftigkeit:Giftig
Nutzung:
Heilwirkung:
Mehr Heilwirkung:Siehe: Aronstab bei heilkraeuter.de


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