Karde

(Dipsacus sativus, Dipsacus fullonum, Dipsacus sylvestris)


Karde Die Karde ist in Europa heimisch. Sie ist keine Distel, sondern bildet eine eigene Pflanzenfamilie, obwohl der Name "Karde" eigentlich von "Carduus" (= Distel) hergeleitet wurde.

Die zweijährige Pflanze wächst gerne auf steinigem Grund, auf Überschwemmungsflächen, frischen Erdaufschüttungen, an Ufern und auf Weiden.

Zuerst wächst im Frühsommer eine Blattrosette mit länglichen, hellgrünen Blättern, die paarweise um neunzig Grad versetzt wachsen.

Aus der Rosette wächst im zweiten Jahr ein Stengel, der über zwei Meter hoch werden kann.

Direkt am Stengel wachsen jeweils zwei lange Blätter, die miteinander und dem Stengel verwachsen sind. Die Anwachststellen der Blätter bilden zusammen eine Art Gefäss, in dem sich bei Regen das Wasser sammeln kann. Möglicherweise dienen diese Wasserbecken dazu, Ameisen von Klettertouren am Stengel abzuhalten, und auf diese Weise Blattläuse zu verhindern.

Mit dem Wasser in den Blätterbecken können Wanderer ihren Durst stillen. Das ist wohl auch der Grund, warum die Pflanze "Dipsacus" heisst, denn "dipsa" ist griechisch und bedeutet "Durst".

Im oberen Bereich verzweigt sich der Stengel.

An den Spitzen trägt er stachelige Blüten, dei längliche Eifrom aufweisen. Die Stachelblüten sind zuerst grün und beginnen dann von der Mitte aus violett zu blühen. Die Blühzone wandert gleichzeitig nach oben und nach unten.

Später bleiben stachelige Blütenstände stehen, die früher zum Kämmen der ungesponnenen Wolle verwendet wurden.


Sammeltipps

Die Wurzel der Karde gräbt man am besten im Herbst oder Frühjahr aus.

Entweder trocknet man sie zügig, möglicherweise bei knapp 40°C im Backofen, oder man setzt aus der frischen Wurzel eine Tinktur an, wie weiter oben beschrieben.


Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:Dipsacus sativus, Dipsacus fullonum, Dipsacus sylvestris
Pflanzenfamilie:Kardengewächse = Dipsacaceae
Englischer Name:Teasel
Andere Namen:Igelkopf, Immerdurst, Kardätschendistel, Kämme, Kratzkopf, Krempeltestel, Raukarde, Strähl, Tuchkart, Venusbecken, Walkerdistel, Weberdistel, Weber-Karde, Wilde Karde
Ursprüngliche Heimat:
Verbreitung:
Lebensraum:
Boden:
Licht:
Lebensdauer:
Winterhart:
Grösse:
Wurzeln:
Stengel:
Blätterform:
Blättergrösse:
Blätterbeschreibung:
Blütenfarbe:
Blütengrösse:
Anzahl Blütenblätter:
Blütezeit:
Blütenbeschreibung:
Samen:
Vermehrungsweise:
Geruch:
Geschmack:
Besonderheiten:
Giftigkeit:
Nutzung:
Heilwirkung:
Mehr Heilwirkung:Siehe: Karde bei heilkraeuter.de


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