Stark giftig Oleander

(Nerium oleander)


Der Oleander ist Mittelmeerraum und in Asien in wärmeren Gegenden heimisch.

In Mitteleuropa wird Oleander gerne in Kübeln als Zierpflanze angebaut.

In seiner Heimat wird der immergrüne Oleander bis zu fünf Meter hoch. Der Stamm verholzt im Laufe der Zeit.

Die lanzettförmigen Blätter sind ledrig und werden bis zu 15 cm lang. In der Mitte der Blätter verläuft ein ausgeprägter Nerv. Sie wachsen meist in Dreiergruppen quirlförmig um den Stamm herum.

Die attraktiven Blüten erscheinen ab Mitte Juni bis September. Sie wachsen in einer Rispe in Trugdolden-Form.

Die Blüten haben fünf Blütenblätter und sind rot, rosa, weiss oder sogar gelb.

Aus den Blüten entwickeln sich Samenkapseln, die bis zu 15 cm lang werden und die viele Samen enthalten.


Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:Nerium oleander
Pflanzenfamilie:Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
Englischer Name:Oleander
Andere Namen:Rosenlorbeer
Ursprüngliche Heimat:Mittelmeerraum, Asien
Verbreitung:Mittelmeerraum, Asien, Südamerika, Europa in Kübeln
Lebensraum:Gerne an Ufern
Boden:Gut bewässert
Licht:Sonnig
Lebensdauer:Mehrjährig, immergrün
Winterhart:-
Grösse:Bis zu 5 Meter
Wurzeln:
Stengel:Verholzt
Blätterform:Lanzettlich
Blättergrösse:Bis 15 cm
Blätterbeschreibung:Ledrig, starker Mittelnerv
Blütenfarbe:Rosa, rot, weiss, gelb
Blütengrösse:Ca. 5 cm
Anzahl Blütenblätter:5
Blütezeit:Juni bis September
Blütenbeschreibung:Zahlreich in rispenartigen Trugdolden
Samen:Haarkrone an der Spitze
Vermehrungsweise:Durch Samen, Ableger
Geruch:
Geschmack:Bitter
Besonderheiten:
Giftigkeit:Stark giftig
Nutzung:Zierpflanze, Heilpflanze
Heilwirkung:Gegen Herzschwäche
Mehr Heilwirkung:Siehe: Oleander bei heilkraeuter.de

Giftwirkung

Innerliche Vergiftungen mit Oleander kommen selten vor, weil die Oleanderblätter bitter schmecken und daher nicht verlockend auf Kinder wirken.

Wenn es aber doch mal geschehen ist, dass man zuviel Oleander zu sich genommen hat, kommt es zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Krämpfen. Zusätzlich kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, die bis zum Herzstillstand führen können.

In einem Vergiftungs-Fall mit Oleander muss sofort ein Arzt gerufen werden. In der Wartezeit sollte man, nach vorheriger absprache mit dem Arzt, den Magen entleeren, beispielsweise durch Trinken von reichlich Salzwasser und Kitzeln im Gaumen, aber natürlich nur, wenn der Vergiftete bei Bewusstsein ist. Nach dem Erbrechen kann man Aktivkohle geben.

Problematisch kann es auch sein, wenn man bei der Pflege des Oleanders Pflanzenteile mit offenen Wunden in Verbindung bringt. Es kann dann zu Reizungen kommen.


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